Mobile Seniorenberatung · Heike Schneider

Reduzierung der Arbeitzeit/Freistellung

Berufstätige, die einen nahen Angehörigen zu Hause pflegen, können sich bis zu sechs Monate vollständig von der Arbeit freistellen lassen (Pflegezeit). Dafür gilt ein Rechtsanspruch.
Zudem haben Beschäftigte seit dem 1. Januar 2015 einen Rechtsanspruch, ihre Arbeitszeit für die Pflege eines Angehörigen über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten zu reduzieren auf eine wöchentliche Mindestarbeitszeit von 15 Stunden (Familienpflegezeit). Zur besseren Absicherung des Lebensunterhalts können Angestellte ein zinsloses staatliches Darlehen erhalten. Mehr Informationen zur Familienpflegezeit erhalten Sie auf der Internetseite des BMFSFJ: http://www.bmfsfj.de.
Die Pflegekasse zahlt auf Antrag Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie außerdem Beiträge zur Rentenversicherung. Je nach Dauer der wöchentlichen Pflege und in Abhängigkeit vom Grad der Pflegebedürftigkeit werden Rentenversicherungsbeiträge zwischen 120 und 424 Euro im Monat gezahlt. Vorausgesetzt, dass mindestens 14 Stunden pro Woche die Pflege erfolgt.
Außerdem besteht für die Pflege naher Angehöriger in häuslicher Umgebung ein beitragsfreier gesetzlicher Unfallversicherungsschutz. Mehr Informationen zum Unfallversicherungsschutz finden Sie in der Broschüre „Zu Ihrer Sicherheit – Unfallversichert bei häuslicher Pflege von Angehörigen“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

http://www.bmg.bund.de/themen/pflege/hilfen-fuer-angehoerige/pflegezeit.html