Mobile Seniorenberatung · Heike Schneider

Erstattung von Stromkosten der Hilfsmittel

So lassen Sie sich Energiekosten erstatten für Hilfsmittel, die Strom oder Batterien benötigen
Viele Hilfsmittel wie Elektrorollstühle, Absaug- oder Beatmungsgeräte benötigen Strom, um zu funktionieren. Wenn Ihr Arzt Ihnen ein derartiges Hilfsmittel verordnet hat, dann übernehmen die Krankenkassen nicht nur die Kosten für das Hilfsmittel, sondern auch für den erforderlichen Strom – egal, ob aus der Steckdose oder per Batterie.
Es muss sich um ein vom Arzt verordnetes Hilfsmittel handeln, das die Kasse bezahlt hat. Wer sich zum Beispiel ein Elektromobil auf eigene Rechnung gekauft hat, weil die Krankenkasse die Kosten dafür nicht übernommen bzw. der Arzt keine Verordnung ausgestellt hatte, kann auch keine Stromkosten geltend machen.
Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat bereits im Februar 1997 entschieden, dass der Anspruch auf Versorgung mit einem Hilfsmittel nach § 33 Abs.1 S1 SGB 5 auch die Versorgung mit der zum Betrieb des Hilfsmittels erforderlichen Energie (BSG, Az. 3 RK 12/96) umfaßt.
Falls Ihr Gerät einen Betriebsstundenzähler hat, nehmen Sie bitte die Differenz der Anfangsstundenzahl vom 1. Januar und der Stundenzahl vom 31. Dezember als Berechnungswert.
Es gibt die Möglichkeit, bis zu 4 Jahre rückwirkend die Stromkosten geltend zu machen. 

 

Unter Umständen wehren sich die Krankenkassen dagegen, die Stromkosten zu übernehmen. Dies ist nicht in Ordnung, ja gesetzeswidrig. Berufen Sie sich auf die Rechtsprechung und legen Sie dann sofort Widerspruch ein.

 

Quelle: Pflege durch Angehörige

Krankenkasse muss Stromkosten für elektrische Hilfsmittel bezahlen