Mobile Seniorenberatung · Heike Schneider

Pflegestärkungsgesetz II 2016

Pflegebedürftigkeitsbegriff:

Ab 2017 gelten ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsinstrument für eine gerechtere, individuellere Begutachtung der Pflegebedürftigen.
Ebenso gelten ab 2017 die fünf neuen Pflegegrade statt der bisherigen Pflegestufe.

 

Reha vor Pflege:
  • Ein strukturiertes Verfahren für Rehabilitationsempfehlungen verbessert den Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen, die den Eintritt in die Pflegebedürftigkeit verhindern oder verzögern können.
  • Jeder Versicherte erhält ab 2017 Anspruch auf zusätzliche Betreuungsangebote in voll- und teilstationären Einrichtungen
  • Stärkung pflegender Angehöriger durch die Verpflichtung der Pflegekassen, kostenlose Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen anzubieten.
  • Verbesserungen der sozialen Sicherung für pflegende Angehörige, z. B. bis zu 25 % höhere Rentenbeiträge bei der Pflege eines Angehörigen treten zeitgleich mit den fünf neuen Pflegegraden am 1. Januar 2017 in Kraft.
  • Ab 2016 bietet die Pflegekasse bereits innerhalb von zwei Wochen nicht nur bei Erstanträgen, sondern auch bei weiteren Anträgen auf Leistungen eine individuelle Pflegeberatung an
  • Pflegende Angehörige erhalten einen eigenen Anspruch auf Pflegeberatung, wenn der Pflegebedürftige zustimmt
  • Die Pflegeberatung sowie die Beratungsbesuche werden für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen u.a. durch klare Qualitätsvorgaben spürbar verbessert
  • Die Zusammenarbeit der Pflegeberater und -beraterinnen mit den weiteren Beratungsstellen vor Ort wird durch Landesrahmenverträge verbessert
  • Weniger Bürokratie, z. B. durch automatische Übersendung des Gutachtens zur Einstufung in einen Pflegegrad an den Betroffenen
  • Sicherung der Qualität in der Pflege durch Erarbeitung und Einführung neuer wissenschaftsbasierter Verfahren der Qualitätsprüfung und -darstellung in der stationären und ambulanten PflegeStraffung der Entscheidungsstrukturen durch Bildung eines Qualitätsausschusses, der als effizientes Verhandlungs- und Entscheidungsgremium agiert
  • Erstellung eines Konzepts zur Qualitätssicherung in neuen Wohnformen, z. B. ambulant betreuten Wohngruppen.

 

Weitere Informationen zu den Pflegestärkungsgesetzen finden Sie auf www.pflegestärkungsgesetz.de

 

Hospiz- und Palliativgesetz

(gilt ab Januar 2016)

  • Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch die Krankenversicherung bei Hospiz- und Palliativversorgung
  • Erstattung von 95 % der zuschussfähigen Kosten bei stationären Hospizaufenthalten durch die Krankenkassen
  • Bezuschussung für ambulante Hospizdienste für Personal- und Sachkosten (z. B. Fahrtkosten ehrenamtlicher Mitarbeiter)
  • Sterbebegleitung wird Bestandteil des Versorgungsauftrages der sozialen Pflegeversicherung; spezielles Beratungsangebot für Pflegeheimbewohner.
  • Ausbau der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in ländlichen Regionen.
  • Stärkung der Palliativversorgung in Krankenhäusern (u.a. durch Förderung des Ausbaus multiprofessioneller Palliativdienste)

Weitere Informationen zum Hospiz- und Palliativgesetz finden Sie auf
www.bmg.bund.de/themen/krankenversicherung/hospiz-und-palliativversorgung/

 

Quelle: Website Bundesministerium für Gesundheit
http://www.pflegestaerkungsgesetz.de/alles-zum-pflegestaerkungsgesetz-ii/
http://www.das-aendert-sich-2016.de/

Bürgertelefon zur Pflegeversicherung 030 / 340 60 66 – 02